Kratzen

Aachener Kratzenindustrie

Alleine die Menge der in dieser Halle auf Krempeln und Rauhmaschine aufgezogenen Kratzenbänder verdeutlicht, dass Tuchproduktion ohne Kratzenbänder nicht denkbar war. So lag es nahe, sich auch in Aachen mit der Produktion von Kratzenbändern zu beschäftigen, zumal der Umgang mit der Verarbeitung von Draht zu Nadeln eine der Aachener Kernkompetenzen war. Im Laufe der Jahre entstanden und schlossen etwa 80 Kratzenproduktionsstätten ihre Tore. Es war, wie der Bau des heutigen Suermondt-Ludwig-Museum auf der Wilhelmstraße als Wohnhaus belegt, dass es sich um einen durchaus lukrativen Produktionszweig handeln konnte.

Kratzensetzmaschine

Inzwischen ist es unseren Technikern gelungen, zwei unsere vier Kratzensetzmaschinen wieder so weit zu aktivieren, dass wir in der Lage sind, auf diesen Maschinen eigene Kratzenbänder herzustellen. Eine der Maschinen wurde auch von der Aachener Maschinenfabrik produziert.

Wenn sie die Darstellung der vorindustriellen Produktion von Kratzen nach Diederot am Schaukasten mit dieser hochkomplexen kleinen Maschine vergleichen, wird deutlich, dass es auch hier vieler kleiner Schritte bedurfte, bis die einzelnen Arbeitsschritte so vereint werden konnten.